[18.11.2009]
Review Neuseeland: Lake Waikaremoana Track - One of New Zealands Great Walks
Mit meinem heutigen Beitrag möchte ich meine Weltreise-Rückblicke fortsetzen und eine Aktivität beleuchten, der ich mich in Neuseeland regelmäßig mit großer Begeisterung gewidmet habe: Dem Durchwandern der einzigartigen Landschaft.
In meinem damaligen Ad-hoc-Bericht (23.09.08 | Meine ersten 3 Wochen in Neuseeland: Eine grobe Zusammenfassung) hatte ich bereits einige Eindrücke des Lake Waikaremoana Tracks zum Besten gegeben. Auch bin ich in meinen Beiträgen "Erste Erkundungen der Region Auckland - Die Inseln Rangitoto und Motutapu" vom 27.06.09 und "Wanderung zum Cape Brett" vom 21.07.09 bereits etwas auf meine ersten Touren in Neuseeland eingegangen.
Dennoch gibt es das Wandern bzw. Trekking in Neuseeland betreffend einiges zu ergänzen...

Aufgrund von Ausrüstungsproblemen mit meinem defekten Kocher und schlechtem Wetter hält sich meine Begeisterung zum Start des dreitägigen Trekkings um den Lake Waikaremoana etwas in Grenzen.

Die morgendliche Aussicht zum Start meines ersten "Great Walks" hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.
Ich kann mich noch deutlich an eine Feststellung bei meiner genaueren Beschäftigung mit den Wandermöglichkeiten Neuseelands erinnern, die mich ziemlich überraschte, weil ich aus anderen Ländern ganz andere Erfahrungen gewohnt war und vor allem bzgl. des Natur-Lands Neuseeland ganz andere Erwartungen hatte: Neuseeland verfügt zwar über unzählig schöne und empfehlenswerte Touren, von denen aber nur die allerwenigsten mehrtägige Strecken sind. Nach ein- bis zweiwöchigen Routen muss man schon sehr intensiv recherchieren.
Diese Feststellung bestätigt sich auch bei genauerer Analyse der "Great Walks". Dies sind landschaftlich schöne, lohnenswerte und im Prinzip die 9 beliebtesten Wanderstrecken Neuseelands. Im Sommer sind sie häufig überlaufen, erfordern rechtzeitige Buchung der Hütten- bzw. Zeltplatzübernachtungen und dauern im Durchschnitt 3-4 Tage.
Auf meiner Tour quer durch Neuseeland kreuzte ich im Nord-Osten der Nordinsel als erstes den Great Walk "Lake Waikaremoana Track" und hielt es für eine gute Idee, mich einfach mal an der 46km langen, als mittelschwer eingestuften Wanderung durch den Te Urewera National Park auszuprobieren.

Rata-Bäume sind im Te Urewera Nationalpark weit verbreitet.

The story of Northern Rata.

Lake Waikaremoana.
Der Lake Waikaremoana - See des sich kräuselnden Wassers - liegt inmitten des größten unberührten einheimischen Waldes der Nordinsel. Schroffe Klippen, die in schilfige Flussarme hinabfallen, viele Wasservögel und dichte Farnwälder, die häufig die Sicht auf den See verdecken, kennzeichnen die Tour rings um den See.
So richtig anstrengend ist bei einer Umrundung im Uhrzeigersinn vor allem der Panekiri-Aufstieg zum Pukenui (1.186m). Dank des Engagements des DOC (Department of Conservation) sind der Weg und die an ihm gelegenen fünf Hütten und Campingplätze in tadellosem Zustand und von erstaunlichem Niveau!
Ich absolvierte die Tour im frühen Frühling Mitte September, was verträgliche Temperaturen, aber auch den einen oder anderen Regenschauer mit sich brachte. Obwohl die Route ganzjährig möglich ist, schrecken die kalten Winterregen viele Leute ab, da die dreitägige Umrundung dann zur echten Herausforderung wird. Das die Saison noch nicht wirklich begonnen hatte merkte ich daran, dass ich rund um den See gerade einmal drei anderen Wandersleuten begegnete.
Nicht nur aber auch aufgrund des Wetters empfand ich die Tour durchaus als anspruchsvoll. Manche Streckenabschnitte, wie glitschige Steine und Wurzeln oder sumpfig-aufgeweichte Wiesen und Schlammpfade waren schwierig zu passieren. Besonders, wenn man wie ich über 20 kg Ausrüstung ganz allein zu schultern hat. Zelt, Schlafsack, Kocher, Isomatte, Essen für 3-4 Tage, Wasser, Kleidung, Kamera & Co. - alles war dabei und mußte mit. Die genialen Aussichten und die Abgeschiedenheit in wundervoller Natur entschädigten jedoch kräftig für alle Strapazen!

Das Wetter bessert sich, die Aussichten werden besser.
Dto.
Aussicht über den See nach einem halben Tag schweißtreibenden Aufstiegs zum höchsten Punkt der Tour - Pukenui/ Panekiri Bluff (1.186m).

Die Anstrengungen des Aufstiegs entlohnende Aussichten.

Dto.

Hütten- und Zeltplatzübernachtungsmöglichkeiten entlang des Sees.

Warnung an den bereitstehenden Regenwassertanks.

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Genialer Ausblick.